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Einer der prächtigen Herrensitze der Stolberger Kupfermeister aus dem 18. Jahrhundert.
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Themen & Top-BegriffeAachener Zeitung vom 17.06.2011
von Jan Weck
Aachen. Fence Promotion heißt ein Aachener Unternehmen mit einer bisher einzigartigen Geschäftsidee: Zäune sollen gebaut und als Werbeflächen genutzt werden. Die Zäune sollen große Einfallstraßen säumen und Gewerbeflächen oder sogar Privatgrundstücke umgrenzen. Dabei sollen die Projektionsflächen der zahlenden Kundschaft auch noch hübsch aussehen und das Stadtbild nach Möglichkeit aufwerten.
In der Realität existiert dieses Unternehmen noch nicht, denn es ist das Ergebnis eines Planspiels, dem Deutschen Gründerpreis für Schüler. Dabei treten jährlich Schülergruppen aus ganz Deutschland gegeneinander an und entwickeln ein Geschäftskonzept. Welches Produkt oder welche Dienstleistung sie auf den Markt bringen wollen, ist den Schülern selbst überlassen. So entstehen fantasievolle Ideen wie eine private Jobvermittlung zur Ergänzung des Pflegedienstes, ein neuer Musikstream für Kaufhäuser oder eine Haarbürste mit integrierten Pflegeprodukten.
Aufgaben klar verteilt
Rahmenbedingungen werden jedoch vorgegeben, und eine Jury aus Wirtschaftsleuten achtet darauf, dass sie eingehalten werden. Ein Finanzkonzept und eine Marketingstrategie müssen erdacht werden, die Internetpräsenz muss überzeugen und die Aufgaben im Unternehmen müssen klar verteilt sein. Diese Dinge müssen innerhalb einer bestimmten Zeitspanne passieren, Teamwork ist also gefragt. Damit die Schüler die Herausforderungen bewältigen können, stehen jedem Team Paten und Coaches zur Seite. "In dem Wettbewerb werden Jugendliche an die Wirtschaft herangeführt und können lernen, wie es im echten Leben zugeht", sagt Svenja Kirchhoff. Sie ist Spielbetreuerin bei der Sparkasse, die das Existenzgründer-Planspiel gemeinsam mit dem "stern", dem ZDF und Porsche organisiert. Den Unternehmergeist der jungen Planer lobt Norbert Laufs, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Aachen. Alle verbliebenen elf Teams aus der Städteregion könnten sich wie Gewinner fühlen, selbst wenn es für die Top Ten auf Bundesebene nicht gereicht habe. Deutschlandweit nahmen dieses Jahr 1335 Teams beziehungsweise rund 6000 Schüler an dem Wettbewerb teil.
Das regionale Gewinnerteam besteht aus Maximilian Wälz, Benedikt Quarch, Phillip Eischet und Mathis Niederau. Ihr Interesse an der Wirtschaft und unternehmerische Begeisterung habe sie motiviert, sagen die vier Schüler des Pius-Gymnasiums. Ihre Idee von Zäunen als Werbeflächen wollen sie in Zukunft Wirklichkeit werden lassen.